Glossar · Shopify-Lexikon
Shopify-Begriffe, einfach erklärt.
50 Begriffe rund um Shopify, Shop-Technik und Recht im DACH-Raum – ohne Fachchinesisch.
A
- AOV (durchschnittlicher Bestellwert)
AOV steht für „Average Order Value“. Du berechnest ihn, indem du den Umsatz durch die Anzahl der Bestellungen teilst. Steigt der AOV, verdienst du pro Bestellung mehr, zum Beispiel durch Bundles, Staffelpreise oder passende Zusatzprodukte.
- App
Apps sind Erweiterungen, die du über den Shopify App Store in deinen Shop einbindest, zum Beispiel für Bewertungen, Newsletter oder Versand. Jede App kann Kosten, Ladezeit und Datenschutzfragen mit sich bringen. Prüfe daher vor der Installation, ob du sie wirklich brauchst.
B
- B2B
B2B („Business to Business“) bedeutet, dass du an Unternehmen statt an Privatkunden verkaufst. Typisch sind eigene Preislisten, Mindestmengen, Firmenkonten und Zahlung auf Rechnung. Laut Shopify-Dokumentation (Stand Herbst 2026) gibt es B2B-Grundfunktionen wie Unternehmen, Zahlungsbedingungen und bis zu drei aktive B2B-Marktkataloge auch in Basic, Grow und Advanced; direkte Katalogzuweisung an einzelne Unternehmen und einige erweiterte Zahlungsfunktionen bleiben Plus vorbehalten.
- BFSG (Barrierefreiheit)
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt in Deutschland seit dem 28. Juni 2025 und betrifft laut aktuellem Stand auch Online-Shops, die an Verbraucher verkaufen. Für Kleinstunternehmen gibt es unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen. Ob und wie das Gesetz dich betrifft, klärst du am besten mit einer rechtlichen Beratung.
- Bundle
Ein Bundle fasst mehrere Produkte zu einem Angebot zusammen, zum Beispiel ein Set aus Shampoo und Spülung. Bundles können den durchschnittlichen Bestellwert erhöhen. Wichtig ist, dass Preis und Lagerbestand der einzelnen Teile sauber gepflegt bleiben.
C
- Canonical
Ein Canonical-Tag sagt Suchmaschinen, welche URL die „Originalseite“ ist, wenn derselbe Inhalt unter mehreren Adressen erreichbar ist. So vermeidest du, dass sich Seiten gegenseitig Konkurrenz machen. Shopify setzt Canonical-Tags in der Regel automatisch, du solltest sie bei Änderungen am Theme aber prüfen.
- Checkout
Der Checkout ist die Kasse deines Shops, also die Schritte von der Adresseingabe bis zur Bezahlung. Bei Shopify wird er von Shopify gehostet und ist auf Zahlungssicherheit und hohe Abschlussquoten ausgelegt. Wie weit du ihn anpassen kannst, hängt vom Tarif ab.
- Checkout Extensibility
Checkout Extensibility ist Shopifys heutiger Weg, den Checkout anzupassen: über Apps, Erweiterungen und Einstellungen im Admin statt über selbst geschriebenen Code. Es löst die ältere Anpassung per checkout.liquid ab. Den genauen Stand und die Fristen solltest du in der aktuellen Shopify-Dokumentation prüfen.
- Collection (Kollektion)
Eine Collection ist eine Sammlung von Produkten, etwa „Sommer-Angebote“ oder „Damenschuhe“. Du kannst sie von Hand zusammenstellen oder automatisch nach Regeln füllen lassen, zum Beispiel nach Tag, Preis oder Hersteller. Collections bilden meist die Kategorieseiten deines Shops.
- Conversion-Rate
Die Conversion-Rate zeigt, welcher Anteil der Besuche zu einem Kauf führt. Du rechnest vereinfacht: Bestellungen geteilt durch Besuche, mal 100. In Shopify-Berichten ist die Bezugsgröße meist die Sitzung, nicht die Person, die Werte weichen daher von anderen Tools ab. Sie ist ein Richtwert, der stark von Branche, Preis und Traffic-Quelle abhängt, und taugt daher am besten zum Vergleich mit deinen eigenen früheren Werten.
- Core Web Vitals
Die Core Web Vitals sind Messwerte von Google dafür, wie schnell und stabil eine Seite für Besucher wirkt: Ladezeit des größten Inhalts (LCP), Reaktionszeit auf Eingaben (INP) und Layout-Verschiebungen (CLS). Sie gelten als einer von vielen Faktoren für die Nutzererfahrung.
Performance-Optimierung Ratgeber: Core Web Vitals bei Shopify
- CRO (Conversion-Optimierung)
CRO steht für „Conversion Rate Optimization“. Gemeint ist, deinen Shop systematisch so zu verbessern, dass mehr Besucher kaufen, zum Beispiel durch klarere Produktseiten, einen einfacheren Checkout oder A/B-Tests. Grundlage sind Daten und Beobachtungen, keine Bauchgefühle.
D
- DATEV
DATEV ist ein in Deutschland weit verbreitetes System für Buchhaltung und Steuerberatung. Viele Steuerberater erwarten Buchungsdaten im DATEV-Format. Shop-Umsätze, Zahlungen und Belege lassen sich meist über eine Schnittstelle oder eine passende App übergeben.
- Dawn
Dawn ist das kostenlose Standard-Theme von Shopify und die technische Referenz für Themes im Format Online Store 2.0. Es ist schlicht, schnell und gut anpassbar. Viele Shops starten damit oder bauen darauf ein eigenes Design auf.
- Domain
Die Domain ist die Internetadresse deines Shops, zum Beispiel „meinshop.de“. Du kannst sie bei Shopify kaufen oder eine bereits vorhandene Domain verbinden. Jeder Shop hat zusätzlich eine technische Adresse auf myshopify.com.
- Dropshipping
Beim Dropshipping lagerst du die Ware nicht selbst, sondern ein Lieferant versendet sie direkt an deinen Kunden. Du bleibst dabei Verkäufer und trägst die Pflichten gegenüber dem Kunden, etwa bei Widerruf, Gewährleistung und Impressum. Vor dem Start solltest du das rechtlich prüfen lassen.
- DSGVO
Die Datenschutz-Grundverordnung regelt in der EU, wie du personenbezogene Daten von Kunden verarbeiten darfst. Für Shops betrifft das zum Beispiel Datenschutzerklärung, Cookie-Einwilligung, Tracking und Auftragsverarbeitung mit Dienstleistern. Dieser Eintrag ist keine Rechtsberatung.
Recht und DSGVO im DACH-Raum Ratgeber: Shopify, DSGVO und Checkout
F
- Fulfillment
Fulfillment bezeichnet alles, was nach der Bestellung passiert: Ware aus dem Lager holen, verpacken, versenden und die Sendungsnummer weitergeben. Du kannst es selbst übernehmen oder an einen Logistikdienstleister auslagern.
G
- Grundpreis
Der Grundpreis ist der Preis pro Mengeneinheit, etwa pro Kilogramm oder Liter. Laut Preisangabenverordnung muss er bei vielen Waren, die nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche verkauft werden, zusätzlich zum Endpreis angegeben werden. Seit dem 28. Mai 2022 bezieht er sich grundsätzlich auf 1 Kilogramm oder 1 Liter; die frühere 100-Gramm-Option für kleine Packungen ist entfallen und 100 g beziehungsweise 100 ml sind nur noch bei loser Ware zulässig. Es gibt weitere Ausnahmen, daher prüfe deinen Fall.
H
- Headless
Bei einem Headless-Shop sind Darstellung (Frontend) und Shop-Technik (Backend) getrennt. Shopify liefert die Daten und die Kasse, das Frontend wird individuell entwickelt. Das bietet viel Freiheit, bedeutet aber auch mehr Aufwand in Entwicklung und Pflege.
- Hydrogen
Hydrogen ist Shopifys Framework auf Basis von React, mit dem Entwickler Headless-Shops bauen. Es ist für Projekte gedacht, die sich mit einem normalen Theme nicht umsetzen lassen. Für die meisten Händler reicht ein Theme.
L
- Liquid
Liquid ist die Template-Sprache von Shopify. Mit ihr greifen Themes auf Shop-Daten wie Produkte, Preise und Texte zu und legen fest, wie sie angezeigt werden. Für Anpassungen am Theme-Code brauchst du Grundkenntnisse in Liquid, HTML und CSS.
- LUCID (Verpackungsregister)
LUCID ist das Verpackungsregister der Zentralen Stelle Verpackungsregister. Wer in Deutschland befüllte Verpackungen an Endkunden versendet, musste sich nach dem Verpackungsgesetz dort registrieren und die Verpackungen bei einem dualen System lizenzieren. Seit dem 12. August 2026 gilt zusätzlich die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) mit gestaffelten Pflichten; wer genau Hersteller im Sinne der Verordnung ist (zum Beispiel bei Fulfillment oder Dropshipping), hängt vom Einzelfall ab. Aktuelle Hinweise der Zentralen Stelle Verpackungsregister und eine fachkundige Beratung sind hier unverzichtbar.
M
- Markets (Shopify Markets)
Mit Shopify Markets verkaufst du aus einem Shop in mehrere Länder. Du legst je Markt Währung, Sprache, Preise und Versand fest. Steuer- und Rechtsfragen der Zielländer bleiben trotzdem bei dir, etwa Umsatzsteuer oder Informationspflichten.
- Metafield
Ein Metafield ist ein zusätzliches Datenfeld, das du an Produkte, Kollektionen, Kunden oder Bestellungen hängst, zum Beispiel „Material“, „Pflegehinweis“ oder „Herkunftsland“. Themes können diese Werte anzeigen, ohne dass du Code für jedes Produkt ändern musst.
- Metaobject
Ein Metaobject ist ein selbst definierter, strukturierter Inhaltstyp, zum Beispiel „Marke“, „Teammitglied“ oder „Größentabelle“. Du pflegst die Einträge einmal und verknüpfst sie mit mehreren Produkten oder Seiten.
- Migration
Eine Migration ist der Umzug von einem anderen Shopsystem zu Shopify. Dabei übernimmst du Produkte, Kunden und Bestellungen und richtest Weiterleitungen alter Adressen ein, damit du Sichtbarkeit in Suchmaschinen nicht unnötig verlierst. Welche Daten sich übertragen lassen, hängt vom bisherigen System ab.
- MwSt. / OSS
Die Mehrwertsteuer (in Österreich und der Schweiz auch Umsatzsteuer bzw. MWST genannt) fällt auf deine Verkäufe an. Beim Verkauf an Privatkunden in andere EU-Länder kann das One-Stop-Shop-Verfahren (OSS) helfen, die Umsatzsteuer gebündelt zu melden. Die Schweiz hat ein eigenes System. Frage bei Fragen deinen Steuerberater.
O
- Omnichannel
Omnichannel heißt, dass Online-Shop, Ladengeschäft und weitere Kanäle (zum Beispiel Marktplätze) zusammenhängen: ein gemeinsamer Lagerbestand, einheitliche Kundendaten und möglichst ein Erlebnis für den Kunden.
- Online Store 2.0
Online Store 2.0 ist der Theme-Standard von Shopify seit 2021. Damit kannst du Sections auf allen Seiten einsetzen, Inhalte per Metafield einbinden und Seiten im Theme-Editor ohne Code anpassen. Moderne Themes, wie Dawn, bauen darauf auf.
P
- PAngV (Preisangabenverordnung)
Die PAngV regelt in Deutschland, wie du Preise gegenüber Verbrauchern angeben musst: unter anderem als Endpreis inklusive Umsatzsteuer, mit Hinweis auf Versandkosten und mit Grundpreis, wo er vorgeschrieben ist. Bei Preisermäßigungen gilt laut aktuellem Stand zusätzlich der niedrigste Preis der letzten 30 Tage als Bezugspunkt.
- POS (Point of Sale)
POS ist die Kasse im Laden. Shopify POS verbindet Ladenverkauf und Online-Shop mit gemeinsamem Lagerbestand und gemeinsamen Kundendaten. Für Deutschland solltest du zusätzlich Kassenpflichten wie die TSE prüfen.
R
- Redirect (301)
Ein 301-Redirect leitet eine alte Adresse dauerhaft auf eine neue um. Bei einem Relaunch oder Umzug sorgt er dafür, dass Besucher und Suchmaschinen die neuen Seiten finden und Verlinkungen nicht ins Leere laufen.
Ratgeber: SEO und 301-Redirects bei der Migration Migration zu Shopify
- Retoure
Eine Retoure ist die Rücksendung bestellter Ware. Verbraucher haben im Onlinehandel in der Regel ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Ein klarer Retourenprozess spart dir Aufwand und schafft Vertrauen. Die genauen Regeln, etwa zu Rücksendekosten, hängen von deinen Angaben und der Rechtslage ab.
S
- Section
Eine Section ist ein Baustein einer Seite im Theme, zum Beispiel ein Slider, eine Produktauswahl oder ein Textblock. Im Theme-Editor kannst du Sections hinzufügen, verschieben und bearbeiten, ohne zu programmieren.
- Shop Pay
Shop Pay ist Shopifys Express-Bezahlverfahren: Kunden speichern ihre Daten einmal und bezahlen später mit wenigen Klicks. Ähnlich funktionieren andere Express-Checkouts wie Apple Pay oder Google Pay. Die Verfügbarkeit hängt laut aktuellem Stand von Land und Zahlungsanbieter ab.
- Shopify Flow
Mit Shopify Flow baust du Automatisierungen nach dem Muster „Wenn dies passiert, dann tue das“, zum Beispiel eine Bestellung ab einer bestimmten Summe automatisch markieren. Flow ist laut Shopify in Basic, Grow, Advanced und Plus kostenlos enthalten; die Aktion „HTTP-Anfrage senden“ steht ab Grow zur Verfügung (Stand Herbst 2026).
- Shopify Functions
Shopify Functions erlauben individuelle Logik direkt in Shopify, zum Beispiel eigene Rabattregeln, Versandoptionen oder Prüfungen im Checkout. Du nutzt sie meist über Apps. Eigene Functions lässt du von Entwicklern bauen.
- Shopify Payments
Shopify Payments ist Shopifys eigener Zahlungsdienst, mit dem du Kartenzahlungen und weitere Zahlarten ohne separaten Anbieter annimmst. Verfügbarkeit, Zahlarten und Gebühren hängen vom Land deines Unternehmens ab. Prüfe sie vor der Planung bei Shopify.
- Shopify Plus
Shopify Plus ist der Tarif für größere und komplexere Shops. Er bietet unter anderem mehr Anpassungsmöglichkeiten, erweiterte B2B-Funktionen und persönlichen Support. Ob sich der höhere Preis lohnt, hängt von Umsatz und Anforderungen ab.
- SKU
SKU steht für „Stock Keeping Unit“, also deine interne Artikelnummer. Jede Variante eines Produkts bekommt eine eigene SKU. Sie ist wichtig, damit Lager, Warenwirtschaft und Versand dasselbe Produkt meinen.
- Staging
Staging ist eine Testumgebung, in der du Änderungen ausprobierst, bevor sie im echten Shop sichtbar werden. Bei Shopify arbeitest du dafür meist mit einer unveröffentlichten Theme-Kopie oder einem separaten Entwicklungs- oder Testshop.
T
- Theme
Ein Theme ist die Design-Vorlage deines Shops. Es bestimmt Aufbau, Farben, Schriften und die Darstellung der Seiten. Du kannst ein fertiges Theme nutzen, anpassen lassen oder ein individuelles Design umsetzen.
- TSE (Technische Sicherheitseinrichtung)
Die TSE schützt in Deutschland die Aufzeichnungen elektronischer Kassensysteme vor nachträglicher Manipulation. Wenn du ein Ladengeschäft mit Kasse betreibst, ist sie laut aktuellem Stand in der Regel nötig. Für Shopify POS in Deutschland dokumentiert Shopify die App „TSE (KassenSichV)“ mit Fiskaly als Cloud-Dienstleister; laut Shopify kommen dafür aktuell 9 USD je Standort und Monat zu den POS-Kosten hinzu (Stand Herbst 2026, vor dem Start bei Shopify gegenprüfen).
- TWINT
TWINT ist in der Schweiz ein weit verbreitetes Bezahlverfahren per Smartphone-App. Für Shops mit Schweizer Kunden kann es ein wichtiger Zahlungsweg sein. Wie du es einbindest, hängt vom gewählten Zahlungsanbieter ab.
V
- Variante
Eine Variante ist eine Ausführung eines Produkts, zum Beispiel ein T-Shirt in Größe M und Farbe Blau. Jede Variante hat eigenen Preis, Lagerbestand und eine eigene SKU. Shopify erlaubt laut Dokumentation bis zu 2.048 Varianten und drei Optionen pro Produkt (Stand Herbst 2026); Apps, Themes und Schnittstellen können eigene, engere Grenzen haben. Für sehr viele Kombinationen hilft ein Produktkonfigurator.
W
- Warenkorbabbruch
Ein Warenkorbabbruch liegt vor, wenn ein Besucher Produkte in den Warenkorb legt, aber nicht kauft. Gründe sind zum Beispiel überraschende Versandkosten oder ein zu langer Checkout. Erinnerungs-E-Mails sind nur mit rechtlich passender Einwilligung zulässig.
X
- XRechnung / ZUGFeRD
Das sind Formate für elektronische Rechnungen. Eine XRechnung ist eine reine XML-Datei, ZUGFeRD ist eine PDF-Rechnung mit eingebetteten, maschinenlesbaren Daten. In Deutschland gelten laut aktuellem Stand für Rechnungen zwischen Unternehmen schrittweise Pflichten zur E-Rechnung. Frage dazu deinen Steuerberater.
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