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Was kostet Shopify wirklich? Tarife, Gebühren und versteckte Posten 2026
Shopify Basic, Grow, Advanced und Plus im Überblick: Monatspreise, Zahlungsgebühren, Apps, Theme und Domain. So rechnest du die echten Gesamtkosten.
von Bastian Baumann6 Min. Lesezeit
„Was kostet Shopify?” ist die erste Frage, die fast jeder stellt. Die ehrliche Antwort: Die Tarifpreise sind der kleinste Teil. Wer nur auf die 27 € im Monat schaut, plant zu knapp. Hier siehst du, aus welchen Posten sich die Kosten zusammensetzen und womit du realistisch rechnen solltest.
Quelle: Die Preise und Gebühren in diesem Artikel entsprechen der Shopify-Preisseite für Deutschland (Stand Oktober 2026). Shopify ändert Preise, Gebühren und Konditionen regelmäßig; maßgeblich ist immer die aktuelle Preisseite für dein Land.
Die vier Tarife im Überblick
Shopify bietet drei Standardtarife und Shopify Plus für große Händler. Die Preise unterscheiden sich, je nachdem ob du jährlich oder monatlich zahlst.
| Tarif | Jährliche Zahlung (pro Monat) | Monatliche Zahlung (pro Monat) | Für wen |
|---|---|---|---|
| Basic | 27 € | 36 € | Start, kleine Shops |
| Grow | 79 € | 105 € | Wachsende Shops mit mehr Auswertungsbedarf |
| Advanced | 289 € | 384 € | Größere Shops, viele Berichte, mehr Teamgröße |
| Plus | ab 2.100 € | ab 2.100 € | Hohe Umsätze, komplexe Setups, B2B |
Ob die Preisseite Beträge mit oder ohne Umsatzsteuer ausweist, prüfst du dort für dein Land; als Unternehmer rechnest du in der Regel mit Nettobeträgen. Bei Plus unterscheidet Shopify zwischen fixen und variablen Plattformgebühren; ob und wie eine variable Gebühr greift, hängt von Geschäftsmodell und Volumen ab. Bei jährlicher Zahlung bindest du dich für zwölf Monate und zahlst dafür weniger pro Monat. Wenn du nicht sicher bist, ob der Shop läuft, starte monatlich. Nach dem Launch kannst du auf jährlich umstellen.
Zahlungsgebühren: der Posten, der mit dem Umsatz wächst
Sobald du verkaufst, kommen Transaktionsgebühren dazu. Bei Shopify Payments (dem Shopify-eigenen Zahlungsdienst) gelten laut Shopify-Preisseite diese Standard-Kartengebühren für Online-Zahlungen:
| Tarif | Kartengebühr (Shopify Payments) | Zusatzgebühr bei Fremd-Gateway |
|---|---|---|
| Basic | 2,1 % + 0,30 € | 2,0 % |
| Grow | 1,8 % + 0,30 € | 1,0 % |
| Advanced | 1,6 % + 0,30 € | 0,6 % |
| Plus | 1,3 % + 0,30 € | 0,2 % |
Die Sätze hängen auch von der Karte und der Zahlart ab. Laut Shopify-Preisseite gelten zum Beispiel:
| Zahlart | Basic | Grow | Advanced | Plus |
|---|---|---|---|---|
| Amex und internationale Karten (online) | 3,2 % + 0,30 € | 2,9 % + 0,30 € | 2,7 % + 0,30 € | 2,3 % + 0,30 € |
| Klarna | 2,99 % + 0,35 € | 2,99 % + 0,35 € | 2,99 % + 0,35 € | 2,19 % + 0,35 € |
| TWINT | 3,2 % + 0,30 € | 2,9 % + 0,30 € | 2,7 % + 0,30 € | 2,3 % + 0,30 € |
| Sofort | 1,4 % + 0,25 € | 1,4 % + 0,25 € | 1,4 % + 0,25 € | 1,4 % + 0,25 € |
| Kartenzahlung im Laden (POS) | 1,5 % + 0,00 € | 1,3 % + 0,00 € | 1,2 % + 0,00 € | 1,2 % + 0,00 € |
Ein Rechenbeispiel für eine Bestellung über 60 € mit Kartenzahlung:
- Basic: 2,1 % von 60 € = 1,26 € plus 0,30 € = 1,56 €
- Grow: 1,8 % von 60 € = 1,08 € plus 0,30 € = 1,38 €
- Advanced: 1,6 % von 60 € = 0,96 € plus 0,30 € = 1,26 €
- Plus: 1,3 % von 60 € = 0,78 € plus 0,30 € = 1,08 €
Das wirkt klein. Bei vielen Bestellungen im Monat addiert sich der Betrag aber schnell. Deshalb lohnt sich ein höherer Tarif nicht nur wegen der Funktionen, sondern manchmal auch wegen der besseren Sätze. Rechne das mit deinem echten Umsatz durch.
Fremd-Gateways und Zahlarten
Nutzt du ein anderes Zahlungsmodul als Shopify Payments, erhebt Shopify zusätzlich die oben genannte Fremd-Gateway-Gebühr. Der Zahlungsanbieter berechnet seine eigenen Gebühren obendrauf. Das betrifft zum Beispiel Anbieter, die in deinem Land nicht über Shopify Payments laufen. Prüfe vor der Wahl der Zahlarten, was dich jede Option pro Bestellung kostet. Mehr zu Zahlarten in DACH findest du in unserem Artikel zum rechtssicheren Checkout.
Theme: kostenlos oder einmalig bezahlt
Du hast drei Wege:
- Kostenloses Shopify-Theme: Solide Basis, für viele Shops ausreichend.
- Bezahltes Theme aus dem Theme Store: Einmalige Kosten, die je nach Theme unterschiedlich ausfallen. Prüfe den aktuellen Preis im Theme Store.
- Individuelles Design und Umsetzung: Wenn dein Shop sich klar abheben soll oder Funktionen braucht, die ein Standard-Theme nicht liefert. Das ist ein Projektpreis, kein Abo.
Wir bauen mit Festpreis. Was ein Setup bei uns kostet, steht auf der Preisseite.
Apps: die schleichende Kostenstelle
Shopify-Apps sind oft Abos. Ein paar Euro pro Monat hier, ein paar dort, und plötzlich sind es mehrere hundert Euro. Typische Kandidaten:
- Produktbewertungen
- E-Mail-Marketing und Newsletter
- Rechtstexte und Cookie-Consent
- Suche, Filter, Produktempfehlungen
- Bundles, Upsells, Abos
- Übersetzung und Mehrsprachigkeit
Unsere Faustregel: Jede App braucht einen klaren Zweck und eine Rechnung, die sich lohnt. Viele Funktionen kann Shopify inzwischen selbst. Welche Apps wir für den Launch tatsächlich empfehlen, steht im Artikel Shopify-Apps für den Launch.
Domain, E-Mail und Sonstiges
- Domain: Meist ein niedriger zweistelliger Betrag pro Jahr, je nach Endung und Anbieter.
- Geschäfts-E-Mail: Shopify bietet keinen eigenen Mailhoster. Du brauchst einen externen Anbieter, meist mit monatlichen Kosten pro Postfach.
- Rechtstexte: Entweder über einen Anbieter, über eine Kanzlei oder selbst erstellt und prüfen lassen. Das ist je nach Weg ein laufender oder einmaliger Posten.
- Produktfotos und Texte: Wird oft vergessen. Gute Bilder sind nicht optional.
Einmalig versus laufend
Es hilft, die Kosten in zwei Töpfe zu teilen:
Einmalig:
- Einrichtung und Design
- Theme (falls bezahlt)
- Datenübernahme bei einem Umzug
- Produktfotos, Texte, Rechtstexte
Laufend:
- Shopify-Tarif
- Zahlungsgebühren
- App-Abos
- Domain, E-Mail
- Wartung und Weiterentwicklung
Wer vom Tarif auf die Gesamtkosten schließen will, rechnet am besten beides. Genau dafür gibt es unseren Shopify-Kostenrechner. Du gibst Umsatz, Bestellungen und Apps ein und bekommst eine realistische Monatsrechnung.
Kostenlose Einschätzung für dein Projekt anfragen →
Wann lohnt sich welcher Tarif?
Ohne Studienzahlen, nur mit Erfahrungswerten aus der Praxis:
- Basic: Du startest, testest ein Produkt, hast ein kleines Team. Für viele Shops völlig ausreichend.
- Grow: Du verkaufst regelmäßig, brauchst bessere Berichte oder mehr Mitarbeiterkonten. Gerechnet auf die Zahlungsgebühren kann sich der Aufpreis amortisieren.
- Advanced: Du hast hohen Umsatz, brauchst detaillierte Auswertungen und profitierst von den niedrigeren Gebühren.
- Plus: Du hast besondere Anforderungen, zum Beispiel mehrere Märkte, B2B oder tiefe Anpassungen am Checkout. Ob das für dich passt, klären wir im Artikel Shopify B2B und Plus.
Ehrlich gesagt: Die meisten Shops brauchen nicht sofort Advanced oder Plus. Starte schlank, wechsle bei Bedarf. Ein Tarifwechsel ist jederzeit möglich.
Fazit
Shopify ist kein Fixpreis-Produkt, sondern ein Baukasten mit variablen Kosten. Plane Tarif, Zahlungsgebühren und Apps zusammen, rechne mit deinem echten Umsatz und schau vor jeder Entscheidung auf die aktuelle Preisseite von Shopify. Wenn du Hilfe beim Einrichten willst, schau dir unsere Leistung Shop-Setup und Launch an.
Stand und Grenzen
Stand dieses Artikels ist Oktober 2026; Preise und Gebühren folgen der Shopify-Preisseite für Deutschland. Nicht enthalten sind Apps, Theme, Domain, Marketing und Dienstleister. Bei Shopify Plus hängt die Höhe der Plattformgebühren zusätzlich vom Geschäftsmodell und Volumen ab. Prüfe die Zahlen vor dem Budgetieren noch einmal auf der aktuellen Preisseite von Shopify.
Häufige Fragen
Welcher Shopify-Tarif reicht für den Start?
Sind die Shopify-Preise netto oder brutto?
Zahle ich Gebühren, wenn ich nicht Shopify Payments nutze?
Gibt es einen Rechner für meine Gesamtkosten?
Bastian Baumann
SHOPARCHITEKT · Shopify-Lösungen für DACH
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Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026. Mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.